Natur

Mammutbaum-Allee

Mammutbaum-Allee am Uetliberg

Ab der Bahnstation Ringlikon, 130 Meter östlich, symbolisiert ein Holzkunstwerk den Zapfen eines Mammutbaumes, welcher zugleich den Beginn dieser einzigartigen Allee markiert.

Erleben und geniessen Sie, die nach dem Sturm „Lothar“ (26. Dezember 1999), mit grosszügiger Unterstützung der Zürcher Kantonalbank erstellte Allee, welche durch diese statthaften, wie sturmfesten Bäume, von Jahr zu Jahr markanter in Erscheinung tritt. Die Vitalität, Wuchsfreudigkeit, Einmaligkeit aber auch die Ästhetik dieser schönen Bäume, wird Sie während dem Spaziergang in eine ruhige, aber spannende Umgebung entführen.  

Die Entstehung der Mammutbaum-Allee

Die Mittagsstunden des 26. Dezembers 1999 wird Fredy Lienhard, Förster und Gemeinderat (Werkvorstand), niemals vergessen. Es war der Tag, an dem der Sturm "Lothar" mit bis zu 241 km pro Stunde über die Schweiz brauste und verheerende Schäden anrichtete. Auch im Wald am Üetliberg, den Fredy Lienhard in- und auswendig kennt, lagen die entwurzelten Bäume herum, wie wenn ein Riese mit ihnen Mikado gespielt hätte. "Es war plötzlich schwierig, mich im Gelände zu orientieren", erklärt der Betriebsleiter des Lehr- und Forschungswaldes der ETH Zürich. Es tat ihm weh zu sehen, wie langjährige Aufforschungsarbeit über Menschengenerationen mit einer Sturmböe vernichtet worden war. Als auch noch der Holzpreis um 50 % einbrach, wusste Fredy Lienhard, dass er sich etwas einfallen lassen musste, um den 400 Hektaren grossen Wald weiter finanziell selbsttragend zu bewirtschaften.

Auf einem Helikopterflug am Dreikönigstag sah er jedoch, wieviel vom Wald trotz Lothar stehen geblieben war. Es war ein Schlüsselerlebnis: "Ich realisierte, dass man die gewohnte Sichtweise verlassen und das Visier öffnen muss, um zu einem Ziel zu kommen." Diese veränderte Perspektive führte ihn gedanklich nach Kalifornien, wo er auf einer Ferienreise das erste Mal dem "Sequiadendron giganteum" begegnet war. Dem Mammutbaum, der Tausende von Jahre alt werden, eine Höhe von 90 m und einen Durchmesser von bis zu 12 m erreichen kann. Dieser faszinierende Baum schien ihm genau das Richtige, um die baumlose Fläche bei Ringlikon wieder zu beleben.

"Mammutbäume symbolisieren Kraft und Nachhaltigkeit. Sie sind als Sturmbrecher bekannt, weil sie sehr widerstandsfähig sind. Und ausserdem sind sie wunderschön", schwärm er. Diese Begeisterung half ihm, bei Industrie und Wirtschaft anzuklopfen und  Unterstützung für sein Projekt zu finden. Eine Allee von 72 Mammutbäumen am Üetliberg, die 2002 tatsächlich angelegt wurde. Zurzeit machen die 2 m hohen Mammutbäume ihrem Namen noch keine Ehre - es sind eher Mammutbabys, welche die Allee säumen. Dabei sind sie bereits 10 Jahre alt. Bei einem durchschnittlichen Wachstum von 70 cm pro Jahr wird es noch Jahrzehnte dauern, bis sie eine stattliche Höhe erreicht haben. Im Jahre 2100 sollen sie über 70 m hoch sein. Findet es Fredy Lienhard aber nicht schade, dass er die volle Höhe der Bäume nie erleben wird? "Es gehört zur Arbeit eines Försters, dass man für die nächsten Förstergenerationen plant und arbeitet", räumt er ein. Und er werde den Wachstum der Bäume verfolgen - so lange, wie er könne.

Seit die Allee von 350 m Länge steht, hat er nur positive Reaktionen aus der Bevölkerung erhalten. Das Argument, es sei ein "fremder" Baum, der nicht in die Schweiz gehört, kann er jedoch zurückweisen. Mammutbäume waren vor der letzten Eiszeit auch bei uns heimisch.

(ZKB Bröschüre "Zürich: wanderbar")

Steingarten

Bei Aushubarbeiten kam eine Vielzahl von Felsbrocken an die Oberfläche. Diese Findlinge sind Zeugen der Eiszeit und sind zwischen 120'000 und 10'000 Jahre alt. Die Steintypen verraten ihre Herkunft (Innerschweiz: speziell das Glarnerland). Laut den Geologen soll es 400 Jahre gedauert haben, bis sie der Gletscher bei uns ablagerte.   

Namen der Steintypen: Nagelfluh, Verucano, Kalkstein, Flischkonglomerat, Quarzit, Taveyannaz-Sandstein, Granit und Flischsandstein.

Römerbad

Bei Ausgrabungen im Dorfkern von Uitikon im Rahmen der Realisierung eines Neubauprojektes wurden Teile eines römischen Gutshofes entdeckt; Reste eines römischen Kaltwasserbades werden in einem besonderen Glaspavillon im Dorfkern von Uitikon präsentiert.