Uitikon Wappen
Notfallnummern Sitemap Impressum Hilfe Drucken Functional Navigation
Uitikon Wappen Uitikon Titelbild

zurück zur Testimonial Übersicht


Emil Bosshard

Nach seinem 16-jährigen Engagement im Üdiker Gemeinderat sowie nach der Übergabe des Hofes an den Sohn, hat sich Emil Bosshard etwas zurückgezogen. Vieles hat sich verändert, er betrachte heute vieles mit etwas Distanz und wolle nicht überall Ratschläge erteilen, er könne warten, bis man ihn um Rat anfrage. Die Familie von Emil Bosshard in Ringlikon wird erstmals um 1612 erwähnt – also steigt demnächst eine grosse Feier zum 400. Jubiläum.

Emil Bosshard ist überzeugter Bauer, er sei immer mit der Natur und Tieren verbunden gewesen, einen aktiven Beitrag zur Nahrungsmittelproduktion leisten zu können, sei ihm stets ein Bedürfnis gewesen.

Kommt heute eine Anfrage des Sohnes irgendwo im Betrieb einspringen zu müssen, ist Emil glücklich, gebraucht zu werden und bezeichnet sich selbst als ersten Sherpa auf dem Hof.

 

Gerne erinnert sich der 77 jährige an seine Schulzeit, als er in strengen Wintern mit den Skiern das Bord hinunter und den Langacker hinaus ins heutige Gemeindehaus zur Schule gelaufen sei. Gleichzeitig schüttelt er den Kopf darüber, wie heute überfürsorgliche Mütter ihre Kinder in der Gemeinde herum «wägeln» und ihnen damit das Erlebnis Schulweg nehmen würden.

 

Hochinteressant seien aber auch die Kriegsjahre für den jungen Emil gewesen. Eine ganze Kompanie Soldaten war in Ringlikon stationiert. Mit grossem Interesse hätten er und seine Kameraden die geheimen Bunkerbauten im Wald oben verfolgt. Die Unteroffiziere assen bei Bosshards in der guten Stube, während sich die Familie in die Küche zurückzog.

 

Er habe keine grossen Wünsche mehr, er sei glücklich noch möglichst gesund eine gute Zeit mit seiner Frau verbringen zu dürfen. Einen Sechser im Lotto brauche er keinen mehr, den habe er mit seiner Frau Erika bereits eingezogen. All die aktiven Jahre habe sie ihm den Rücken frei gehalten und sei heute seine Stütze, die ihn chauffiere und auf Hindernisse aufmerksam mache, die er nicht mehr sehe.

 

Von Ringlikon wegzuziehen wäre für ihn nie in Frage gekommen: Hier bin ich verwurzelt, das ist meine Heimat. Früher hätten der Obere- und der Untere-Hof zusammen die Hälfte des Ringliker Gemeindegebietes bewirtschaftet. Von diesem Land ist heute ein Grossteil überbaut und von neuen Gemeindemitgliedern bewohnt – trotzdem, in Ringlikon grüsse man sich halt noch auf der Strasse.

Von den Behörden und der Gemeinde wünscht sich Emil Bosshard, dass sie den Vereinen und Organisationen, die zu einem attraktiven Gemeindeleben beitragen, Sorge tragen und sie weiterhin auf Unterstützung zählen können, erfüllen sie doch eine wichtige soziale und gesellschaftliche Klammerfunktion.

 



Zürcherstrasse 59
CH 8142 Uitikon
Tel:044 200 15 00
Fax: 044 200 15 01
info@uitikon.org